Wer sind wir?

Interkultureller Gemeinschaftsgarten für Geflüchtete und Kölner BürgerInnen

Auf Grund der hohen Zahlen von Geflüchteten, die die Stadt Köln in letzter Zeit aufgenommen hat, wollen wir aktiv werden und dazu beitragen, dass sie sich in Köln gut integrieren können. Dazu möchten wir, F.I.N.K. e.V., einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten ins Leben rufen.

F.I.N.K. e.V. hat sich im Januar 2016 gegründet und steht für Freundschaft, Interesse, Natur und Kultur. Der Verein beschäftigt sich u.a. mit Themen wie: Flucht und Migration, interkultureller Dialog, Integration, nachhaltige Stadtentwicklung, urbane Resilienz, soziale und ökologische Funktionen der urbanen Landwirtschaft und nachhaltige Ernährungssysteme. Im geplanten Gemeinschaftsgarten sollen diese Aspekte praktisch gefördert, besprochen und gelebt werden.
Gärtnern in der Stadt ist ein sehr vielschichtiges Unterfangen, das Themen wie Nachhaltigkeit, soziales Miteinander, handwerkliches Lernen und Betätigen, Naturbewusstsein, Lebensmittelversorgung und vieles mehr miteinander verbindet. Im Gegensatz zum Eigenanbau von Obst und Gemüse in Schrebergärten oder im eigenen Heim ist urbanes Gärtnern in der Regel soziales Gärtnern, es ist partizipativ und gemeinschaftsorientiert.

Daher ist das wichtigste Ziel des geplanten Gartenprojekts, Menschen zusammenzubringen. Geflüchtete aus den Unterkünften in der Umgebung des Gartens können Alteingesessene oder andere Neu-Kölner auf neutralem Boden kennenlernen und gemeinsam könnten sie etwas Neues schaffen. In diesem Projekt können wir ein strukturelles Angebot schaffen, bei dem Geflüchtete schon in den ersten Wochen und Monaten nach der Ankunft in Köln aktiv mit gestalten und so direkt in Integrationsprozesse einsteigen. Anstatt im Wohnheim auf die nächsten Schritte des Asylverfahrens zu warten, können die Menschen erste Kontakte zu Einheimischen knüpfen, über das gemeinsame Gärtnern und Zusammensein erste Deutschkenntnisse erwerben und sich mit lokaler Lebensmittelversorgung im urbanen Raum beschäftigen.

Wir wollen ein Projekt schaffen, in dem allen Bürgern aus dem Veedel die Möglichkeit gegeben wird, gemeinschaftlich zu gärtnern, zu gestalten und Vieles neu zu denken. Viele Flüchtlinge sind isoliert und häufig vom sozialen Miteinander im Veedel ausgeschlossen. Dadurch dass sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen, sind ihre monetären Mittel sehr beschränkt und kostenlose Freizeitbeschäftigungen sind rar gesät.

Im Gemeinschaftsgarten sollen Fragen nach einem zukunftsfähigen Stadtleben oder aber der Auseinandersetzung mit Flucht, Fluchtursachen und Zusammenhänge in der globalisierten Welt thematisiert und diskutiert werden. Das Projekt bietet Raum, über Erlebtes zu sprechen und Fragen zu stellen. Gegenseitiges Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebensumstände sollen gefördert werden.

Um ein Gelingen dieses Projekts zu gewährleisten, möchten wir mit Vogelsanger Institutionen, Vereinen und Kirchengemeinden kooperieren. Dadurch erhoffen wir uns eine hohe Akzeptanz innerhalb des Viertels, das mit ca. 12% Wählerstimmen für ProKöln zu deren Hochburgen gehört.

Zudem streben wir Kooperationen mit den Verantwortlichen für die Flüchtlingswohnheime (DRK), mit Willkommensinitiativen und mit den städtischen Verantwortlichen (Interkultureller Dienst) an, damit die Geflüchteten den Weg in das Projekt finden. Wichtig ist uns, die Interessen der Menschen kennenzulernen und mit in das Projekt einfließen zu lassen. Erfahrungen anderer Gemeinschaftsgärten haben gezeigt, dass dies maßgeblich dazu beiträgt, um Gemeinschaftsgärten zu Wohlfühlorten für die Menschen werden zu lassen. Deswegen wird es neben dem gemeinsame Gärtnern auch weitere Angebote geben, um sinnvoll gemeinsam Zeit zu verbringen. Die Gestaltung des Gartens wird in jedem Fall kinderfreundlich erfolgen. Zudem wollen wir kulturelle, naturpädagogische oder sportliche Angebote auf dem Gelände veranstalten.